Einander begegnen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen, sich gemeinsam für optimale Versorgung und Teilhabe engagieren – all das gehört zur Schwerhörigen-Selbsthilfe, deren Beginn sich 2026 zum 125. Male jährt.
Der Beginn der Schwerhörigenbewegung in Deutschland war ein Gottesdienst: Zu diesem trafen sich am 26. Mai 1901 zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein Pastor in der Wohnung Margarethe von Witzlebens (1853-1917) in der Tieckstraße 17 in Berlin. Drei Jahre später zählten bereits 157 Personen zum Witzleben-Kreis. Auf Initiative Margarethe von Witzlebens kamen erstmals schwerhörige und ertaubte Menschen zusammen, um die eigene, schwierige Lebenssituation selbsttätig zu verbessern – durch Teilhabe am Gottesdienst und den damit verbundenen seelischen Beistand sowie durch vielfältige gegenseitige Unterstützung im Alltag. In den Folgejahren entstanden in zahlreichen weiteren deutschen Städten örtliche Strukturen der Selbsthilfe sowie ein erster bundesweiter Verband.
Bild: 125 Jahre Schwerhörigenbewegung in Deutschland – bei den Gottesdiensten, die Margarethe von Witzleben ab 1901 initiierte, kamen erstmals schwerhörige und ertaubte Menschen zusammen, um die eigene Lebenssituation selbsttätig zu verbessern (Foto: Witzlebenstiftung)
Vom 23. bis 25. September 2025 öffnete die Universitätsklinik Düsseldorf ihr Hörzentrum für ein außergewöhnliches Blockseminar: „Awareness Hörbeeinträchtigung – Alltag, Herausforderungen und Lösungen“. Die Teilnehmenden waren Studierende der Medizin, Biologie, Chemie, Psychologie und Politikwissenschaft. Das Seminar hatte zum Ziel, das Bewusstsein und Verständnis für Menschen mit Hörbeeinträchtigung und Cochlea-Implantat (CI)-Versorgung in der Gesellschaft zu fördern. Die Studierenden sollten die technischen, medizinischen und psychosozialen Aspekte von Hörbeeinträchtigungen durch CIs kennenlernen, Herausforderungen identifizieren und Handlungsstrategien zur Inklusion entwickeln.
Was seit längerer Zeit bei der Jungen Selbsthilfe des CIV NRW e.V. erfolgreich funktioniert, wollten wir einmal für alle Interessierten anbieten: einen Stammtisch, bei dem man sich in ungezwungener Atmosphäre treffen und austauschen kann.
„Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das für alle Menschen frei zugänglich ist. Zurzeit sind wir von diesem Ziel noch weit entfernt.“ Auf dem Fachtag „Zugänge zur Inklusion im Gesundheitssystem“ am 10. September 2025 auf dem Gesundheitscampus der Hochschule Bochum forderte Marion Hölterhoff, Vorsitzende des Cochlea Implantat Verbands NRW e.V. und Sprecherin der Patientenbeteiligung NRW, nach mehr als einem Jahrzehnt der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland endlich mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung in der Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.
Die MED-EL Stipendiaten 2025 heißen Anuk Michala Gohlke (17) und Martin Sascha Commercon (20).
Am 18. Juli war internationaler Tag des Zuhörens. Der Tag soll zeigen, wie wichtig das Zuhören für die Gesellschaft ist. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von echtem Zuhören zu lenken und das Bewusstsein für empathische Kommunikation zu stärken. Menschen weltweit werden dazu angeregt, beim Hören den Fokus ganz auf ihr Gegenüber zu richten.
Diese Publikation zeigt nicht nur die Zukunft der modernen Hörversorgung Wie klingt die Zukunft? Für mehr als 1,5 Milliarden Menschen weltweit, die von Hörverlust betroffen sind, könnten die Antworten auf diese Frage im MED-EL Report Die Zukunft des Hörens liegen. Diese Publikation zeigt nicht nur die Zukunft der modernen Hörversorgung, sondern auch den Weg dorthin.
Mehr als 150 Gäste feierten 25 Jahre Cochlea Implantat Verband Nordrhein-Westfalen (CIV NRW)
Deutscher Hörverband lädt zum Online-Dialog mit Jakob Stephan Baschab ein
35 Jahre Hesselbach: Ein Rückblick auf das 5. Schwerter Hörforum
Warum Hörverlust in Deutschland so lange ignoriert wird