Deutsche könnten aufgrund von Hörverlust Zukunftschancen verpassen
< Fast die Hälfte der befragten Deutschen (47 %) stellen die Lautstärke der Mobilgeräte lauter als empfohlen ein. Am weitesten verbreitet ist dies unter Jugendlichen – so die Aussage der Mehrheit (67 %) der 18- bis 24jährigen
< 25 Prozent der Deutschen tragen keinen Gehörschutz, um ihr Vergnügen nicht zu mindern.
< Dieses Verhalten kann sich negativ auf die Teilhabe in einer Welt auswirken, die immer mehr von Stimme und Ton beherrscht wird.
< Start der „Hearing Matters“ Kampagne
Eine alarmierende Zahl von Deutschen setzt sich bewusst gefährlichen Geräuschpegeln aus und riskiert damit dauerhafte Hörschäden. Der Grund dafür: Sie wollen Veranstaltungen wie Konzerten oder Filmen uneingeschränkt erleben.
Dies sind die Ergebnisse der Studie „The State of Hearing“, die von Cochlear, Marktführer im Bereich implantierbarer Hörlösungen, in Auftrag gegeben wurde. Ziel der Befragung war, die Einstellung und das Verhalten der Menschen in Bezug auf das Hören zu untersuchen.
Prof. Dr. Kerstin Bilda kann sich über eine weitere Förderung freuen. Die Professorin für Logopädie an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum, die auch Vize-Präsidentin für den Bereich Forschung an der hsg ist, holte weitere Drittmittel an die Hochschule.
„Wir sind Verbundpartner des Projekts ‚Digitales Therapiesystem für hochgradig Hörgeschädigte‘ (THERESIA), das jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Fachprogramm Medizintechnik in der Projektförderung zum Thema ‚Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung‘ eine Zuwendung erhielt“, sagte Dr. Kerstin Bilda, Professorin für Logopädie an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum. Sie leitet das Teilvorhaben ‚Individualisiertes Hör- und Sprachtraining‘ innerhalb des Verbundprojekts, das mit etwa 350.000 Euro gefördert wird.
Bild: hsg-Logopädie-Professorin Dr. Kerstin Bilda startete Anfang Februar 2018 ein neues Forschungsprojekt. Foto: hsg/Volker Wiciok
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Gründungsprojekt der FH Bielefeld entwickelt neuartigen Gehörschutz / 627.000 Euro im Rahmen des Förderprogramms „EXIST Forschungstransfer“ / Weitere Partner aus der Industrie gesucht.
Bielefeld (fhb). Im Institut für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM) der Fachhochschule Bielefeld ist das Gründungsprojekt HEA²R - Headset for Augmented Auditive Reality - gestartet. Im Projekt wird ein ganz neuer Gehörschutz mit zahlreichen Sonderfunktionen entwickelt, der die Mitarbeiter etwa im produzierenden Gewerbe bestmöglich schützen und gleichzeitig Arbeitsabläufe erleichtern soll. HEA²R wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds im Rahmen des Förderprogramms „EXIST Forschungstransfer“ mit insgesamt rund 627.000 Euro gefördert.
Bild: BUZ: v. l. Projektleiter Tobias Lehmann, Mentor Prof. Dr.-Ing. Joachim Waßmuth (ISyM) und Entwicklungsleiter Dennis Kaupmann. FH Bielefeld
In Deutschland kommen jedes Jahr etwa 2000 Kinder schwerhörig oder taub zur Welt. Einigen von ihnen kann ein Cochlea-Implantat helfen. Bisher war jedoch unklar, welche Prozesse bei den Kindern beim Sprachlernen ablaufen, wenn sie damit später als ihre normalhörenden Altersgenossen beginnen - und warum sie darin unterschiedlich erfolgreich sind. Das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und das Universitätsklinikum Dresden haben nun herausgefunden, dass taube Kinder mit Cochlea-Implantat Wörter sogar schneller lernen als normalhörende. Diese Erkenntnis kann helfen, die Suche nach den Ursachen für die unterschiedlichen Spracherfolge zu verfeinern.
Bild: Die Wissenschaftler untersuchten mithilfe des EEG die Hirnströme der Kinder mit Cochlea-Implantaten während sie neue Wörter lernten. Foto: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften
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Im Rahmen dieses öffentlich-geförderten Projektes arbeiten die Hochschule für Gesundheit Bochum, die HNO-Klinik des St. Elisabeth-Krankenhauses der Ruhr-Universität Bochum, die Firma Kampmann Hörsysteme und die Firma Q2Web daran, die Hörrehabilitation zu verbessern.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines teletherapeutischen Hörtrainings. Damit das Trainingsprogramm den Bedürfnissen und Wünschen der späteren Zielgruppen entspricht, ist es unerlässlich diese in den Planungsprozess einzubeziehen.
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Die Gehirne von Jazz- und Klassik-Pianisten ticken unterschiedlich
Musiker haben ein anderes Gehirn als Nicht-Musiker. Musik zu machen beansprucht ein kompliziertes Zusammenspiel verschiedener Fähigkeiten, das sich auch in stärker ausgeprägten Hirnstrukturen widerspiegelt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig haben nun herausgefunden, dass sich diese Fähigkeiten viel feinabgestimmter im Gehirn zeigen, als bisher angenommen – und sich sogar je nach Stilrichtung des Musikers unterscheiden: Bei Jazzpianisten laufen sich andere Hirnprozesse ab als bei klassischen Pianisten, selbst wenn sie das gleiche Musikstück spielen.
Bild: Die Pianisten spielten eine Abfolge von Akkorden, die sie auf einem Bildschirm zu sehen bekamen. Dabei wurde mithilfe einer EEG-Kappe getestet, wie flexibel ihr Gehirn auf eingebaute Fehler reagiert. Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften
Ein Projekt an der Hochschule Offenburg entwickelt intelligente Kleidung, die Taubblinde bei der Kommunikation unterstützt.
Ein Kleidungsstück als Kommunikationsschnittstelle für taubblinde Menschen – das ist das angestrebte Ziel eines EU-Projekts, das Anfang 2018 startet und drei Jahre dauern soll. Im Rahmen des EU-Programms Horizon2020, dem bislang größten Forschungs- und Innovationsprogramm der EU, soll bis 2020 ein einsatzfähiger Prototyp entstehen, der anschließend von den teilnehmenden Firmen bis zur Marktreife weiterentwickelt wird. Universitäten und Firmen aus sieben Ländern arbeiten bei dem Projekt zusammen. Die Projektkoordination übernimmt die Universität Borås aus Schweden, die Hochschule Offenburg ist vor allem für Gamification (das bedeutet die Integration spielerischer Elemente in Anwendungen) und die soziale Interaktion zuständig.
Alexa und Co in unserem Kopf: Wo die Stimmerkennung im Gehirn sitzt
Amazon hat es gerade verkündet: Sein Sprachassistent Alexa kann nun auch Stimmen erkennen und sie der jeweiligen Person zuordnen. Was in der Technikwelt als kleine Revolution gefeiert wird, ist für unser Gehirn ganz normal. Es erkennt, ob uns eine Stimme bekannt vorkommt oder nicht. Bisher war jedoch unklar, durch welche Areale im Gehirn wir Stimmen wiedererkennen. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat nun in einer großangelegten Studie an Patienten mit Hirnverletzungen den überzeugenden Beweis geliefert: Unser persönlicher Assistent zur Stimmerkennung nutzt eine Windung im rechten Schläfenlappen.
Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland ist stark. Aber Armut und geringe Teilhabechancen gefährden ihn. Nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fällt im Osten der Zusammenhalt geringer aus als im Westen. Wachsende kulturelle Vielfalt schwächt das gemeinschaftliche Miteinander nicht.
Allen öffentlichen Unkenrufen zum Trotz ist es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland gut bestellt. Auch die wachsende kulturelle Vielfalt steht dem Gemeinsinn nicht entgegen. Allerdings zeigen sich mögliche Gefährdungen: Dazu zählen die in der Bevölkerung wahrgenommene Gerechtigkeitslücke und die deutliche Spaltung, die sich in Bezug auf das soziale Miteinander zwischen Ost und West sowie zwischen strukturschwachen und prosperierenden Regionen auftut
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Teilnehmer zur Studie zum (Wieder-)Hören lernen und Sprache verstehen von CI-Trägern (CI) gesucht!
Heidelberg, den 04.12.2017 – Das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung (DZM e.V.) startet in enger Kooperation mit der HNO-Klinik der Universität Heidelberg das Forschungsprojekt MusiCi - Musiktherapie in der Frührehabilitation nach Cochlea-Implantation. Hierbei stehen die Auswirkungen von Musiktherapie auf die Entwicklung des Sprachverständnisses von CI-Patienten nach der Implantation im Mittelpunkt. Finanziell unterstützt wird diese Studie durch die Firma MED-EL Deutschland.
Gesucht werden in der entwicklungsdiagnostischen Forschung neben Medizinern vor allem auch interessierte Ingenieure und Informatiker
Die Fakultät Angewandte Natur- und Geisteswissenschaften lud im Rahmen ihres Technomathematik-Kolloquiums Studierende und Interessierte ein zum Vortrag „Wie Babylaute bei der Behandlung von Hörstörungen helfen“ mit Professorin Dr. Kathleen Werrmke vom Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen (ZVES) der Poliklinik für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Würzburg.
Bild: Professorin Dr. Kathleen Wermke vom Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen ...
(Foto FHWS / Klein)
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Oldenburger Hörforscher für herausragende Verdienste mit „Glocker-Medaille“ gewürdigt
Oldenburg. Der Oldenburger Physiker und Mediziner Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Sprecher des Exzellenzclusters Hearing4all, hat die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) erhalten. Der Vorstand der Fachgesellschaft würdigte Kollmeiers „herausragende Verdienste im Fachgebiet der Medizinischen Physik in Wissenschaft und Praxis“ mit der Glocker-Medaille, die jährlich in Erinnerung an das erste DGMP-Ehrenmitglied Prof. Dr. Richard Glocker verliehen wird. Die Auszeichnung ging für Kollmeier mit der Möglichkeit einher, die Oldenburger Hörforschung auf der Jahrestagung mit etwa 1.300 teilnehmenden Experten vorzustellen. Seine „Glocker-Vorlesung“ trug den Titel „Hören für alle: Von der empirischen Hörforschung zur modernen Präzisions-Audiologie“.
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Der kleine Unterschied: Wie der Mensch zur Sprache kommt
Sprache ist das, was den Menschen ausmacht. Schon lange zerbrechen sich Psychologen, Linguisten und Neurowissenschaftler den Kopf, wie wir Gehörtes und Gelesenes verarbeiten. Eine der Großen unter ihnen ist Angela D. Friederici, Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- & Neurowissenschaften in Leipzig. Dank ihr wissen wir heute, warum der Mensch im Gegensatz zum Tier fähig ist, Sprache zu verstehen. Sie war es, die die These des Linguisten Noam Chomsky von der Universalgrammtik, nach der allen Menschen ein universelles System für Grammatik angeboren ist, mit neurowissenschaftlichen Daten belegte. Jetzt ist ihr Buch „Language in Our Brain“ erschienen, eine Art Lebenswerk.
- Konzert „musIC 3.0“ am 1. Dezember in Hannover:
- Medica 2017: Fraunhofer HHI und ARRI Medical zeigen digitales 3D-Operationsmikroskop
- Soundbar reduziert Höranstrengung
- Wenn wir "zu viel um die Ohren haben"
- Datenklänge in fürsorglicher Wohnung
- Weniger Stress, mehr soziale Kompetenz:
- Inklusion: Wie läuft es in den Kitas?
- Ewig junge Ohren?
- Wie man aus dem Blutstrom Strom gewinnt
- Weil jeder Patient anders ist:
