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Die CIV NRW News online
Die CIV NRW News ist die Verbandszeitschrift des Cochlea Implantat Verband NRW e.V. -
gemeinnütziger Selbshilfeverband in der DCIG e.V.

Keine Termine

Der CIV NRW e.V.:

> bildet ein Informationsforum für CI-Kandidaten
> kooperiert mit regionalen CI-Kliniken und Selbsthilfegruppen
> berät bei CI-SHG Neugründungen
> eistet Öffentlichkeitsarbeit mit der Forderung zur Barrierefreiheit aller Hörgeschädigten
> führt Seminare und Veranstaltungen durch
> absolviert viele weitere Aufgaben für Hörgeschädigte, CI-Träger und deren Angehörige

Der Verband

Cochlea Implantat Verband NRW e.V.

Sitz :
52531 Übach-Palenberg.
Amtsgericht Geilenkirchen Nr. 60400
Geschäftsstelle:
Herrenstr. 18
58119 Hagen

Kontakt:
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Tel.: 02374752186

Vorstand

Der geschäftsführende Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Marion Hölterhoff, Vorsitzende,
Bettina Rosenbaum, stellv. Vorsitzende
Christel Kreinbihl, Schatzmeisterin
Peter Hölterhoff, Schriftführer

Nicht geschäftsführender Vorstand:
Rolf Gödde, Beisitzer

Die Experimente zum Cocktailparty-Effekt wurden in einem schallisolierten Raum durchgeführt. © IfADo/kemmlerBei manchen Gelegenheiten möchte man die Ohren gern überall gleichzeitig haben. Wem das besser gelingt und was so schwer daran ist, untersuchen Forscherinnen und Forscher vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung und kommen so dem Cocktailparty-Effekt auf die Schliche.

Bei Geburtstagsfeiern, Grillfesten oder Cocktailpartys kommt es darauf an, die Ohren möglichst überall zu haben und doch vom Gespräch mit dem Gegenüber nichts zu verpassen. Dabei wird die Unterhaltung aus einer Vielzahl von Nebengeräuschen herausgefiltert. Und falls plötzlich der Nachbar aus einiger Entfernung den Namen ruft, wandert die Aufmerksamkeit rasch dorthin. Diese „selektive Aufmerksamkeit“ ist dem sogenannten Cocktailparty-Effekt zu verdanken.

Das Forscherteam von Dr. Stephan Getzmann vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund untersucht die Sprachwahrnehmung und insbesondere den Cocktailparty-Effekt experimentell. Es mag dabei wenig überraschen, dass im Alter das Hörvermögen nachlässt. Warum jedoch einige Menschen bereits ab 50 Jahren Schwierigkeiten in Cocktailparty-Situationen haben und andere noch mit 75 Jahren recht gut Geräusche filtern können, ist aber ein großes Rätsel.

Der Cocktailparty-Effekt tritt auf, wenn man aus mehreren verschiedenen Quellen einem bestimmten Sprecher zuhören möchte. Die Forscherinnen und Forscher stellten daher mehrere Lautsprecher in einem schallisolierten Raum auf. Beim ersten Versuch mussten sich die Probanden lediglich auf einen der Lautsprecher konzentrieren. Beim zweiten Versuch kamen alle Lautsprecher gleichzeitig zum Einsatz und der gesuchte Sprecher musste stetig neu geortet werden. So wurde eine möglichst echte Cocktailparty-Situation nachgestellt. Parallel dazu wurde mittels EEG die Hirnaktivität aufgezeichnet.

Erfolgte der Versuch mit nur einem Lautsprecher, schnitten die älteren Teilnehmer kaum schlechter als die jüngeren ab und auch innerhalb der Gruppe der älteren Personen (ab 55 Jahre) gab es kaum Unterschiede. Beim zweiten Versuch zeigten sich dann deutliche Diskrepanzen zwischen Jung und Alt. Bei der Auswertung des EEG ergab sich, dass insbesondere der präfrontale Kortex bei denjenigen älteren Probanden weniger aktiv war, die Schwierigkeiten beim Sprachverstehen hatten. Ältere Probanden aber, die bei den Tests ebenso gut wie jüngere abschnitten, schienen die altersbedingten Defizite im Hören durch vermehrte Anstrengung und Konzentration auf die Sprecher auszugleichen. Wie sich diese Fähigkeiten trainieren lassen und ob sich die Leistung des Hörens durch Gehirnstimulation verbessern lässt, wird in einer Folgestudie untersucht.

Publikation: Getzmann, S., Golob, E.J. & Wascher, E. (2016). Focused and divided attention in a simulated cocktail-party situation: ERP evidence from younger and older adults. Neurobiology of Aging, 41, 138-149. doi:10.1016/j.neurobiolaging.2016.02.018

Bild: Die Experimente zum Cocktailparty-Effekt wurden in einem schallisolierten Raum durchgeführt. © IfADo/kemmler

Verena Kemmler, Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

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