By Iain, SVG conversion by User: Surachit (CC-BY-SA-3.0) via Wikimedia CommonsLaut dem Statistischen Bundesamt (destatis) wurden bei 38 % (7,0 Millionen) der knapp 18,7 Millionen stationär in allgemeinen Krankenhäusern behandelten Patientinnen und Patienten im Jahr 2015 eine Operation durchgeführt. Bei Kindern bis 14 Jahre gehörte das Einschneiden des Trommelfells zur Eröffnung der Paukenhöhle zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen.
Insgesamt wurden 34 760 Eingriffe, davon 20 772 bei männlichen und 13 987 bei weiblichen Patienten durchgeführt. Damit steht die Parazentese [Myringotomie] (Schnitt am Mittelohr) an 1. Stelle der Tabelle bei Kindern bis 14 Jahre.

 

Es handelt sich dabei um einen chirurgischen Eingriff, der einen Trommelfellschnitt zur Druck- und Ergussentlastung beinhaltet, der zur Wiederherstellung der Mittelohrbelüftung meist bei verstopfter Ohrtrompete dient. So ein Eingriff kann z.B. bei einer wiederkehrenden Mittelohrentzündung notwendig sein. Aber auch die gefürchtete Tubenbelüftungsstörungen bei Morbus Menière (Erkrankung des Innenohres, die durch Anfälle von Drehschwindel, einseitigem Hörverlust und Ohrensausen gekennzeichnet ist) und weitere Erkrankungen können so behandelt werden. Da viele Erkrankungen des Mittelohres zu Hörschäden führen können, zeigen diese Zahlen auch, wie hoch das Risiko einer Hörbeeinträchtigung bei Kindern ist.

Bild: Anatomie des Ohres
1 - Schädel
2 - äußere Gehörgang
3 - Ohrmuschel
4 - Trommelfell
5 - fenestra ovalis
6 - Hammer
7 - Amboss
8 - Steigbügel
9 - labyrinth
10 - Schnecke (Cochlea)
11 - Hörnerv
12 - Eustachi-Röhre
Bild By Iain, SVG conversion by User: Surachit (CC-BY-SA-3.0) via Wikimedia Commons