mehr Geld, weniger bürgernah und qualifiziert

Stellungnahme zum Monitor-Patientenberatung-2016 der neuen Sanvartis-UPD

„Wir haben uns vorgenommen, die Patientenberatung noch bürgernaher zu gestalten, bei hervorragender Erreichbarkeit und einer auf allen Wegen qualifizierten Beratung. 2016 haben wir gezeigt, wie wir dieses Versprechen einlösen.“
Thorben Krumwiede, Geschäftsführer der UPD
Mit dieser Aussage im vorgelegten UPD-Monitor-Patientenberatung-2016 versucht der Geschäftsführer der neuen Sanvartis-UPD, den Neustart der UPD 2016 und die umstrittene Vergabe-Entscheidung von Gernot Kiefer (GKV-SV) und dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung Karl-Josef Laumann nachträglich zu rechtfertigen und zu beschönigen.

Hallo miteinander,

die Aktion ‚Patienten informieren Ärzte‘ hat uns gezeigt, wie sehr wir uns auf Euch verlassen können und wie viel Freude es macht, mit Euch zusammenzuarbeiten. Deshalb möchte ich Euch heute zu einer anderen Aktion einladen, bei der unsere Mitarbeit und Meinung als Betroffene und Eltern von CI-Kindern gefragt ist.

Vielleicht wisst Ihr, dass die Spielregeln rund um die CI-Versorgung durch eine Leitlinie beschrieben sind. Da diese Leitlinie v.a. von Medizinern geschrieben ist, steht dort viel über die Operation – und wenig über alles andere, was für uns Patienten bzw. Eltern mindestens genauso wichtig ist.

Das aktuelle Blutbild liegt beim Hausarzt, die letzte Röntgenaufnahme beim Radiologen und die täglich gemessene Herzfrequenz auf dem Fitness-Armband. Damit Patientinnen und Patienten künftig selbst ihre Gesundheitsdaten zusammenführen und verwalten können, entwickeln IT-Experten des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) derzeit die Gesundheitscloud. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie unter:

Mehr als jeder zehnte Patient sucht innerhalb eines Jahres einen Hausarzt aufgrund von Schwindelgefühlen auf. Bei den über 70-Jährigen klagt jeder dritte darüber und sogar jeder zweite Patient der über 80-Jährigen. Schwindel beeinträchtigt vor allem ältere Menschen in ihrer Lebensqualität und kann zu sozialem Rückzug führen. Auf der 88. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) diskutieren Experten die Bedeutung der ausführlichen Anamnese bei Schwindelgefühlen, für die im Arbeitsalltag oft zu wenig Zeit bleibt. Denn richtig diagnostiziert, lassen sie sich meist gut therapieren.

Staubsaugertest im Akustiklabor M. Koch / EAH JenaJenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs
14. Jenaer Akustik-Tag an der Ernst-Abbe-Hochschule mit Referenten aus der Wissenschaft, Medizin und der Wirtschaft

Am 26. April fand der inzwischen schon traditionelle Jenaer Akustik-Tag in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule statt. Ab 13.00 Uhr waren, neben Fachleuten und Hochschulangehörigen, auch alle Interessierten am Thema „Akustik“ eingeladen.

In fünf Vorträgen vor circa 80 Teilnehmern wurden Fragen gesundheitlicher Folgen von Lärm, der Geräuschreduktion, der Lärmwirkung und weitere Einflussbereiche der Akustik behandelt.

Klinge PharmaTag gegen Lärm am 26. April 2017 - für mehr Lärmschutz und Lärmbewusstsein auch bei Tinnitus
- Innerer Lärm: 10 Millionen Deutsche erkranken pro Jahr neu an Tinnitus, bei 340.000 wird der Ton chronisch[1]
Im Alltag mit Baulärm, klingelnden Telefonen und Stimmengewirr wünschen sich viele Menschen Stille. Unter dem Motto "Akustische Vielfalt" des 20. Tags gegen Lärm am 26. April 2017 macht die DEGA e.V. mit zahlreichen Aktionen auf äußere Lärmquellen aufmerksam und zeigt, wie Lärmschutz gelingen kann. Betroffene von chronischem Tinnitus hören jedoch auch bei äußerer Stille den inneren Lärm, dem sie nicht entfliehen können. Auch ihre Ohrgeräusche bieten eine akustische Vielfalt. Sie sind individuell verschieden und haben viele mögliche Ursachen. Woher kommt Tinnitus? Und was können Betroffene gegen den inneren Lärm tun und - trotzdem - Ruhe finden?

By Iain, SVG conversion by User: Surachit (CC-BY-SA-3.0) via Wikimedia CommonsLaut dem Statistischen Bundesamt (destatis) wurden bei 38 % (7,0 Millionen) der knapp 18,7 Millionen stationär in allgemeinen Krankenhäusern behandelten Patientinnen und Patienten im Jahr 2015 eine Operation durchgeführt. Bei Kindern bis 14 Jahre gehörte das Einschneiden des Trommelfells zur Eröffnung der Paukenhöhle zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen.
Insgesamt wurden 34 760 Eingriffe, davon 20 772 bei männlichen und 13 987 bei weiblichen Patienten durchgeführt. Damit steht die Parazentese [Myringotomie] (Schnitt am Mittelohr) an 1. Stelle der Tabelle bei Kindern bis 14 Jahre.

Bildnachweis: www.versorgungsatlas.deEine Ohrenentzündung tritt bei jedem zehnten Masernpatient auf. Bleibende Hörschäden können als Folge entstehen. Die Schwerhörigkeit entsteht durch eine Schädigung des Hörnervs, der durch eine Schwellung im Gehirn beschädigt wird. Eine Studie zu Masern zeigt immer noch Mängel im Impfschutz.
Um die Masern in Europa auszurotten, müssten laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Davon ist Deutschland noch immer weit entfernt: Nur 63 Prozent aller Kleinkinder sind hierzulande vor Vollendung des zweiten Lebensjahres komplett gegen Masern geimpft. Das belegt eine Studie des Wissenschaftlerteams vom Versorgungsatlas. Zwar verzeichnen die Forscher leichte Quotensteigerungen, doch Sorgen bereiten die ausgeprägten Unterschiede auf Kreisebene sowie sinkende Quoten in manchen Kreisen. Die Folgen: mehr als 73.000 Kleinkinder in den Geburtsjahrgängen 2009 bis 2012 sind nicht gegen Masern geschützt.

Der Deutsche Bundestag hat eine Studie zu „Gesundheits-Apps“ in Auftrag gegeben, derzeit läuft die dazu gehörige Online-Befragung. Möglichst viele App-NutzerInnen und -Hersteller sowie Interessengruppen aus dem Gesundheitswesen sind aufgerufen, sich zu beteiligen und Chancen und Risiken dieser Apps anonym zu bewerten.
Link zur Umfrage: https://www.stakeholderpanel.de/sosci/apps/

Immer mehr Menschen laden sich Apps herunter, um ihre sportlichen Aktivitäten zu dokumentieren bzw. ihre Fitness zu steigern. Andere lassen sich täglich per App an die Medikamenteneinnahme oder das nächste Glas Wasser erinnern.

Prof. Marcus NeudertDie Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat eine Methode entwickelt, mit der ein Operateur noch während des Eingriffs prüfen kann, ob er künstliche Gehörknöchelchen erfolgreich eingesetzt hat. Die neue Methode ist Resultat langjähriger Forschungsarbeit: Zwar haben die Dresdner HNO-Ärzte bisher eine Vielzahl innovativer Mittelohrprothesen entwickelt – doch ob diese auch erfolgreich eingesetzt werden können, hängt stark von äußeren Umständen ab. Deshalb entschied das Wissenschaftlerteam um Klinikdirektor Prof. Thomas Zahnert sich verstärkt auf die Entwicklung einer intraoperativen Kontrollmethode zu konzentrieren.

AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.
Anmerkung der Redaktion. Die AWMF ist Ansprechpartner für gesundheitspolitische Entscheidungsträger, wie den Gemeinsamen Bundesausschuss, und koordiniert die Entwicklung und Aktualisierung medizinisch wissenschaftlicher Leitlinien in Deutschland. Sie ist auch federführend im Leitlinien-Bereich der CI-Versorgung. An der Ausarbeitung der Leitlinien ist ebenfalls die DCIG beteiligt.

Berlin/Düsseldorf - Eine Bewertung von Medizinprodukten ist in Deutschland aufgrund handwerklicher Fehler im Gesetzentwurf kaum möglich, so ein Ergebnis eines Arbeitstreffens der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften am 8. Juli in Berlin. In diesem Zusammenhang weist die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) e.V. auch auf die anwachsende Bürokratie seitens der entscheidenden Institutionen und das große ehrenamtliche Engagement der Fachgesellschaften hin. Diese Aufgabe werde sich durch EU-Regularien und vermehrte Prüfungen von Medizinprodukten noch ausweiten müssen, betont die AWMF.

CIMHH und Deutsches HörZentrum Hannover (DHZ) bieten Voraktivierung des CIs an: Hören in drei Tagen

Als führendes Zentrum in der Cochlea-Implantat-Versorgung hat die HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hohe Qualitätsstandards gesetzt, die manchmal auch von den Patienten ein wenig Geduld erfordern. So hat es sich als medizinisch richtig erwiesen, rund vier Wochen für die Heilung nach dem Eingriff einzuräumen, bis die Erstanpassung stattfindet und die Patienten dann wirklich hören können. Da liegt es in der Natur der Sache, dass viele Patienten, die schon so lange auf ihr Gehör verzichten mussten, viel schneller wissen möchten, ob die CI-Versorgung den gewünschten Erfolg bringt. Gleichzeitig wissen wir aus der Cochlea-Implantat-Versorgung, dass bei längerem Aussetzen des Benutzens des Cochlea-Implantats die Widerstände an den Elektroden steigen. Fachlich spekulieren wir, ohne es pathophysiologisch tatsächlich beweisen zu können, dass es zu Narbenbildungen um die Elektroden kommen kann.

Die Uni Freiburg veranstaltet Symposien zum Thema
„Vom Wert des Zuhörens – Für eine Kultur der Aufmerksamkeit in der Medizin“, die für CI Träger sicher sehr wichtig sind. Viele von uns kennen Ärzte, die auf unsere spezielle Situation nicht eingehen, nicht informiert sind oder einfach „zerstreut“ sind, um es vorsichtig auszudrücken. Daher sollten auch CI- Nutzer in der Uni Freiburg vor Ort sein und das Problem ansprechen.
4. Freiburger Symposium zu den Grundfragen des Menschseins in der Medizin

Uni Freiburg
10. Juni 2016, 12:15-19:00 Uhr, Audimax (Kollegiengebäude II)
11. Juni 2016, 09:00-18:00 Uhr, Aula der Universität (Kollegiengebäude I)

Dr.-Ing. Jan-Philipp Kobler / PrivatDoktorand aus Hannover entwickelt Assistenzsystem für minimalinvasive Cochlea-Implantat-Chirurgie
Mit einem Cochlea-Implantat können viele Patienten, die taub sind oder im Laufe ihres Lebens hochgradig schwerhörig geworden sind, wieder hören. Der Eingriff erfordert höchste Genauigkeit, da der Schädel des Patienten im Bereich des Felsenbeins geöffnet und ein kleiner Elektrodenträger mit bis zu 22 Elektroden in die Hörschnecke (Cochlea) eingebracht werden muss. Hierbei kommt es auf die Genauigkeit im Bereich von wenigen zehntel Millimetern an. Dr.-Ing. Jan-Philipp Kobler hat sich in seiner Dissertation am Institut für Mechatronische Systeme an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover mit dem Thema beschäftigt. Er entwickelte ein mechatronisches System, mit dem das hochgenaue Anlegen eines minimalinvasiven Bohrkanals zur Cochlea und das Einführen des Elektrodenträgers durch diesen Zugang unterstützt werden. Dafür hat ihn die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (VDE|DGBMT) und die Stiftung Familie Klee jetzt mit dem Klee-Preis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet.