Im Rahmen dieses öffentlich-geförderten Projektes arbeiten die Hochschule für Gesundheit Bochum, die HNO-Klinik des St. Elisabeth-Krankenhauses der Ruhr-Universität Bochum, die Firma Kampmann Hörsysteme und die Firma Q2Web daran, die Hörrehabilitation zu verbessern.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines teletherapeutischen Hörtrainings. Damit das Trainingsprogramm den Bedürfnissen und Wünschen der späteren Zielgruppen entspricht, ist es unerlässlich diese in den Planungsprozess einzubeziehen.

Die Pianisten spielten eine Abfolge von Akkorden, die sie auf einem Bildschirm zu sehen bekamen. Dabei wurde mithilfe einer EEG-Kappe getestet, wie flexibel ihr Gehirn auf eingebaute Fehler reagiert.  Max-Planck-Institut für Kognitions- und NeurowissenschaftenDie Gehirne von Jazz- und Klassik-Pianisten ticken unterschiedlich
Musiker haben ein anderes Gehirn als Nicht-Musiker. Musik zu machen beansprucht ein kompliziertes Zusammenspiel verschiedener Fähigkeiten, das sich auch in stärker ausgeprägten Hirnstrukturen widerspiegelt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig haben nun herausgefunden, dass sich diese Fähigkeiten viel feinabgestimmter im Gehirn zeigen, als bisher angenommen – und sich sogar je nach Stilrichtung des Musikers unterscheiden: Bei Jazzpianisten laufen sich andere Hirnprozesse ab als bei klassischen Pianisten, selbst wenn sie das gleiche Musikstück spielen.

Bild: Die Pianisten spielten eine Abfolge von Akkorden, die sie auf einem Bildschirm zu sehen bekamen. Dabei wurde mithilfe einer EEG-Kappe getestet, wie flexibel ihr Gehirn auf eingebaute Fehler reagiert. Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

 

Ein Projekt an der Hochschule Offenburg entwickelt intelligente Kleidung, die Taubblinde bei der Kommunikation unterstützt.

Ein Kleidungsstück als Kommunikationsschnittstelle für taubblinde Menschen – das ist das angestrebte Ziel eines EU-Projekts, das Anfang 2018 startet und drei Jahre dauern soll. Im Rahmen des EU-Programms Horizon2020, dem bislang größten Forschungs- und Innovationsprogramm der EU, soll bis 2020 ein einsatzfähiger Prototyp entstehen, der anschließend von den teilnehmenden Firmen bis zur Marktreife weiterentwickelt wird. Universitäten und Firmen aus sieben Ländern arbeiten bei dem Projekt zusammen. Die Projektkoordination übernimmt die Universität Borås aus Schweden, die Hochschule Offenburg ist vor allem für Gamification (das bedeutet die Integration spielerischer Elemente in Anwendungen) und die soziale Interaktion zuständig.

Alexa und Co in unserem Kopf: Wo die Stimmerkennung im Gehirn sitzt
Amazon hat es gerade verkündet: Sein Sprachassistent Alexa kann nun auch Stimmen erkennen und sie der jeweiligen Person zuordnen. Was in der Technikwelt als kleine Revolution gefeiert wird, ist für unser Gehirn ganz normal. Es erkennt, ob uns eine Stimme bekannt vorkommt oder nicht. Bisher war jedoch unklar, durch welche Areale im Gehirn wir Stimmen wiedererkennen. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat nun in einer großangelegten Studie an Patienten mit Hirnverletzungen den überzeugenden Beweis geliefert: Unser persönlicher Assistent zur Stimmerkennung nutzt eine Windung im rechten Schläfenlappen.

BildausgabeDer gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland ist stark. Aber Armut und geringe Teilhabechancen gefährden ihn. Nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fällt im Osten der Zusammenhalt geringer aus als im Westen. Wachsende kulturelle Vielfalt schwächt das gemeinschaftliche Miteinander nicht.

Allen öffentlichen Unkenrufen zum Trotz ist es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland gut bestellt. Auch die wachsende kulturelle Vielfalt steht dem Gemeinsinn nicht entgegen. Allerdings zeigen sich mögliche Gefährdungen: Dazu zählen die in der Bevölkerung wahrgenommene Gerechtigkeitslücke und die deutliche Spaltung, die sich in Bezug auf das soziale Miteinander zwischen Ost und West sowie zwischen strukturschwachen und prosperierenden Regionen auftut

Vortragsreihe_27Teilnehmer zur Studie zum (Wieder-)Hören lernen und Sprache verstehen von CI-Trägern (CI) gesucht!
Heidelberg, den 04.12.2017 – Das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung (DZM e.V.) startet in enger Kooperation mit der HNO-Klinik der Universität Heidelberg das Forschungsprojekt MusiCi - Musiktherapie in der Frührehabilitation nach Cochlea-Implantation. Hierbei stehen die Auswirkungen von Musiktherapie auf die Entwicklung des Sprachverständnisses von CI-Patienten nach der Implantation im Mittelpunkt. Finanziell unterstützt wird diese Studie durch die Firma MED-EL Deutschland.

Professorin Dr. Kathleen Wermke vom Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen ... (Foto FHWS / Klein)Gesucht werden in der entwicklungsdiagnostischen Forschung neben Medizinern vor allem auch interessierte Ingenieure und Informatiker

Die Fakultät Angewandte Natur- und Geisteswissenschaften lud im Rahmen ihres Technomathematik-Kolloquiums Studierende und Interessierte ein zum Vortrag „Wie Babylaute bei der Behandlung von Hörstörungen helfen“ mit Professorin Dr. Kathleen Werrmke vom Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen (ZVES) der Poliklinik für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Würzburg.

Bild: Professorin Dr. Kathleen Wermke vom Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen ...
(Foto FHWS / Klein)

Hörforscher Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier. Foto: Universität Oldenburg Oldenburger Hörforscher für herausragende Verdienste mit „Glocker-Medaille“ gewürdigt

Oldenburg. Der Oldenburger Physiker und Mediziner Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Sprecher des Exzellenzclusters Hearing4all, hat die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) erhalten. Der Vorstand der Fachgesellschaft würdigte Kollmeiers „herausragende Verdienste im Fachgebiet der Medizinischen Physik in Wissenschaft und Praxis“ mit der Glocker-Medaille, die jährlich in Erinnerung an das erste DGMP-Ehrenmitglied Prof. Dr. Richard Glocker verliehen wird. Die Auszeichnung ging für Kollmeier mit der Möglichkeit einher, die Oldenburger Hörforschung auf der Jahrestagung mit etwa 1.300 teilnehmenden Experten vorzustellen. Seine „Glocker-Vorlesung“ trug den Titel „Hören für alle: Von der empirischen Hörforschung zur modernen Präzisions-Audiologie“.

SpracheDer kleine Unterschied: Wie der Mensch zur Sprache kommt
Sprache ist das, was den Menschen ausmacht. Schon lange zerbrechen sich Psychologen, Linguisten und Neurowissenschaftler den Kopf, wie wir Gehörtes und Gelesenes verarbeiten. Eine der Großen unter ihnen ist Angela D. Friederici, Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- & Neurowissenschaften in Leipzig. Dank ihr wissen wir heute, warum der Mensch im Gegensatz zum Tier fähig ist, Sprache zu verstehen. Sie war es, die die These des Linguisten Noam Chomsky von der Universalgrammtik, nach der allen Menschen ein universelles System für Grammatik angeboren ist, mit neurowissenschaftlichen Daten belegte. Jetzt ist ihr Buch „Language in Our Brain“ erschienen, eine Art Lebenswerk.

musik 3 flyerForschungsprojekt der Medizinischen Hochschule führt Träger von Cochlea- Implantaten (CI) und Musikschaffende zusammen

Musik ist Hörgenuss und Lebensfreude. Doch für hörgeschädigte Menschen, die mit einem Cochlea-Implantat (CI) hören, ist die Fähigkeit zum Musikgenuss oft immer noch eine besondere Herausforderung. Diese zu meistern ist Anliegen eines neuartigen Forschungsprojektes der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sowie des Deutschen Hörzentrums der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Beim interdisziplinären Projekt „musIC 3.0: Musik für Cochlea-Implantate“ unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Waldo Nogueira sowie in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Hannover HMTMH erkunden Mediziner und Hörforscher gemeinsam mit hörgeschädigten Patienten und Musikschaffenden neue Wege, auf denen CI-Träger zu Freude am Musikhören finden können.

Auf der Medica in Düsseldorf präsentiert das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI zusammen mit ARRI Medical neue Verfahren zur optischen 3D-Messtechnik am Fraunhofer-Stand G05 in Halle 10.

Digitales 3D-Operationsmikroskop

Das ARRISCOPE ist ein digitales 3D-Operationsmikroskop. Im Rahmen des BMWi-Forschungsprojektes 3DInMed wurde vom Fraunhofer HHI eine Methodik entwickelt, um intraoperativ Messungen mit einer sehr hohen Genauigkeit durchzuführen. Dadurch wird es erstmals möglich, die benötigte Prothesengröße oder Pathologien exakt auszumessen. Zudem wurde ein Verfahren entwickelt, welches das Zuschneiden von Knorpel für den Trommelfellverschluss deutlich vereinfacht: