Die CIV NRW News online

Die CIV NRW News ist die Verbandszeitschrift des Cochlea Implantat Verband NRW e.V. -
gemeinnütziger Selbshilfeverband in der DCIG e.V.

Bildausgabe1. Konzept des Malkurses:

Menschen mit Hörschädigungen sind in ihrem Alltagsleben häufiger Stresssituationen ausgeliefert, bedingt durch die erhöhte Konzentrationsarbeit des Verstehens. Oft führt dies zu Symptomen des Tinnitus und zu einer Verspannung des gesamten Nacken- und Schultergürtels, (HWS – Schultersyndrom) sowie schneller auftretende Erschöpfungszustände.

Mit dem Malen haben wir ein wunderbares Werkzeug an der Hand, um den Geist zu beruhigen und die Gedanken/Tinnitus einmal schweigen zu lassen. Innere Ressourcen werden entdeckt und wieder aktiviert durch die Entspannung der Anspannung. Für Menschen, die gerade mit dem verbalen Ausdruck und ihrer Kommunikation Schwierigkeiten und ein Mehraufwand an Konzentration haben, eröffnet das Malen eine Möglichkeit auch kreativ zu konstruktiven Lösungen zu finden, wie im Alltag langfristig besser eine Entspannung umgesetzt werden kann. Kreative Fähigkeiten werden wiederentdeckt, Selbstvertrauen aufgebaut, das Selbstwertgefühl wird verstärkt, psychische Stabilität und Lebensfreude werden gewonnen, Ängste besiegt, der innere Druck fällt ab.

 Durch diese „Entspannung der Anspannung“, so zeigt die Erfahrung, konnten bei vielen Betroffenen der Tinnitus verringert werden und eine Methodik entwickelt werden für den Einzelnen in die Entspannung zu kommen. Da das Medium des Malens nur das Sehen erfordert und keine akustischen Reize notwendig sind, können die Betroffenen während des Malens ihre Situation des angestrengten Hörens ganz außen vorlassen und somit, mit sich und dem Bild im Einklang sein.

Die große Chance Entspannung zu schaffen, liegt in der bildlichen Gestaltung. Es wird zu einem kreativen Freiraum.

Dieser Kreative Freiraum, jedoch sollte auch in diesem Seminar wieder verbindend wirken, denn die Teilnehmer verbindet ihre Hörschädigung in unserer Gesellschaft. So plane ich, dass sich jeder individuell bildlich entfalten, aber anschließend jedes einzelne Bild zu einem Ganzen wieder zusammengefügt werden kann. Gemeinsam sind wir stark und gemeinsam erschaffen wir ein Werk, indem jeder noch als Individuum wiederzufinden, jedoch auch als Teil eines Gesamten anzusehen ist. Dies Auseinandersetzung mit der Hörschädigung verbindet und zeigt, dass ein Werk geschaffen wird, was nicht von der Fähigkeit des Hörens abhängig ist.
Dies ist für die 1. Maleinheit vorgesehen.
Die 2. Maleinheit soll gestaltet sein mit freiem Malen unter meiner Anleitung, um eben auch den eigenen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen und in die Entspannung zu kommen und ein persönliches Bild des Tages mit nach Hause nehmen zu können.
Alice Breuckmann

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