Arbeiten im Train2Hear-Projekt zusammen (im Bild v.l.n.r.): Dr. Denise Bogdanski, Dr. Christiane Martinez Völter, Dirk Kampmann, Dieter Weiler und Prof. Dr. Kerstin Bilda.In dem Forschungsprojekt ‚Train2Hear – Teletherapie bei Hörstörungen mittels adaptiver Trainingsmodule‘, welches Anfang März 2017 gestartet ist, sollen teletherapeutische Hörtrainings entwickelt und erprobt werden. Am 8. März 2017 trafen sich die Projektpartner zur ersten Arbeitssitzung an der Hochschule für Gesundheit (hsg) auf dem Gesundheitscampus in Bochum.

Bild: Arbeiten im Train2Hear-Projekt zusammen (im Bild v.l.n.r.): Dr. Denise Bogdanski, Dr. Christiane Martinez Völter, Dirk Kampmann, Dieter Weiler und Prof. Dr. Kerstin Bilda.

Anfang März 2017 ist das Forschungsprojekt ‚Train2Hear – Teletherapie bei Hörstörungen mittels adaptiver Trainingsmodule‘ der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Klinikum Bochum (St. Elisabeth-Hospital), der Ruhr-Universität Bochum, der Q2Web GmbH und der Kampmann Hörsysteme GmbH gestartet. Am 8. März 2017 trafen sich die Projektpartner zur ersten gemeinsamen Arbeitssitzung in der hsg. Das Projekt unter der Konsortialführung von Prof. Dr. Kerstin Bilda, Vize-Präsidentin für den Bereich Forschung an der hsg, wird über den Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW (Themenschwerpunkt Medizintechnologie) des Landes NRW rund 500.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bis Ende Februar 2020 gefördert.

 

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Erprobung eines teletherapeutischen Hörtrainings für Menschen mit einer beginnenden Schwerhörigkeit und einseitig versorgte Cochlea-Implantat(CI)-Träger. Cochlea-Implantate sind spezielle Hörgeräte, die operativ eingesetzt werden. Sie können hochgradig schwerhörigen oder tauben Menschen ermöglichen, wieder zu hören.

Die zu entwickelnden Hörtrainings sollen adaptiv sein. Das bedeutet, dass sich der Schweregrad der Aufgaben automatisch der Leistung des Übenden anpasst. Bilda: „Wenn also zum Beispiel 90 Prozent der Aufgaben korrekt bearbeitet wurden, werden im nächsten Durchgang schwerere Aufgaben gestellt. Damit Patient*innen das Hör- und Sprachtraining zu Hause durchführen können, entwickeln wir ein webbasiertes Lernportal für eine individualisierte und alltagsnahe Hör- und Sprachrehabilitation. Dabei wirkt die Plattform als ‚Lernassistent‘ für das adaptive Lernen, das sich an die Konzepte der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens anlehnt.“

Hörstörungen führen in allen Lebensbereichen zu Kommunikationsproblemen und bedeuten für die Betroffenen erhebliche Einschränkungen im Alltag. Für eine gelungene Rehabilitation müssen diese Beeinträchtigungen möglichst umfassend beseitigt oder vermindert werden. Neben der technischen Versorgung mit Hörgeräten und/oder CI kann ein wissenschaftlich fundiertes Hörtraining maßgeblich dazu beitragen.

„Das zu entwickelnde teletherapeutische Rehabilitationsangebot soll den betroffenen Personen Hör- und Kommunikationsübungen sowie Beratungsangebote bieten. Wir schaffen zusätzlich das Angebot von regelmäßigen Videokonferenzen zwischen Therapeut*in und Patient*in. Das soll die kontinuierliche Betreuung und Begleitung sowie die fachliche Anleitung sicherstellen. Es ist uns wichtig, die potentiellen Nutzer*innen während der gesamten Entwicklung und Erprobung in das Projekt einzubeziehen, um den Bedürfnissen der Zielgruppen gerecht zu werden“, sagte Bilda.
Hochschule für Gesundheit