Foto: Mariusz KrysiakInternationales Musikfestival für Träger von Cochlea-Implantaten (CI):
Großer Auftritt für Achim Hänig (48) und weitere musizierende CI-Träger beim dritten „Beats of Cochlea“ in Warschau

Taub sein und Musik machen? Was im ersten Moment unmöglich scheint, konnte man Mitte Juli in Warschau zum mittlerweile dritten Mal miterleben. Beim Musikfestival „Beats of Cochlea“ treffen sich seit 2015 jährlich zahlreiche hörgeschädigte Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der ganzen Welt, die mit Cochlea-Implantaten (CI) hören und Musikinstrumente spielen oder auch aktive Sänger sind.

 

Mehr als 150 Bewerbungen waren bei den Organisatoren des diesjährigen Festivals eingegangen. Nicht nur aus Deutschland, auch aus Spanien, Russland, Polen, Ungarn, der Ukraine und sogar aus Australien reisten die hörgeschädigten Musiker an, um bei „Beats of Cochlea“ dabei zu sein. Fünf Tage lang absolvierten sie Vorspiele und Proben, übten gemeinsam sowie unter Anleitung von Profi-Musikern.

Feierlicher Abschluss von „Beats of Cochlea 2017“ war ein Konzert am 14.
Juli, bei dem die zehn Akteure zu erleben waren, die die international besetzte Jury besonders überzeugt hatten. Unter ihnen auch Achim Hänig (48) aus Deutschland (Foto). Vor mehr als zwei Jahren hatte der leidenschaftliche Freizeit-Sänger einen akuten Hörsturz am rechten Ohr erlitten. Er probierte mehrere Hörgeräte aus; doch diese boten ihm keine ausreichende Hilfe. Dennoch hatte er das Singen selbst in dieser schwierigen Zeit nicht aufgegeben. Im Juni 2016 wurde er schließlich mit einem Cochlear™ Nucleus® Cochlea-Implantat versorgt und erreichte bereits unmittelbar danach ein Hörverstehen von 84 Prozent. Wie Achim Hänig heute mit dem CI seiner großen Leidenschaft, dem Singen von Arien und klassischen Liedern, nachgeht, davon konnten sich in Warschau die über 300 Besucher des abschließenden Gala-Abends überzeugen – und sie spendeten reichlich Applaus.

Das Abschluss-Konzert, bei dem einige der Teilnehmer auch gemeinsam mit professionellen Musikern auftraten, wurde zudem sogar vom polnischen Fernsehen übertragen. Klassische und moderne Werke unterschiedlichster Stilrichtungen waren ebenso zu erleben wie Eigenkompositionen.

Martin Schaarschmidt
Fotos: Mariusz Krysiak

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