Luftballon-Aktion beim Deutschen CI-Tag (Foto:  DCIG).Mehr Dialog zwischen Hörgeschädigten und gut Hörenden:
11. Deutscher CI-Tag erfährt bundesweit breite, überaus positive Resonanz

Eine breite und überaus positive Resonanz erlebte der 11. Deutsche CI-Tag, der am Wochenende vielerorts im gesamten Bundesgebiet mit Veranstaltungen und Aktivitäten begangen wurde. Am Aktionstag für das Cochlea-Implantat (CI), der alljährlich von der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e. V. (DCIG) und den ihr angeschlossenen Regionalverbänden organisiert wird, informieren Betroffene und Selbsthilfegruppen über das Leben mit einer Hörschädigung und über Möglichkeiten der Hörtherapie. Zudem wollen die Initiatoren den Dialog zwischen hörgeschädigten und gut hörenden Menschen fördern. Dank des Cochlea-Implantats, einer Innenohrprothese, können gehörlos geborene Kinder das Hören und die gesprochene Sprache erlernen und hochgradig hörgeschädigte Kinder und Erwachsene den Hörsinn zurückgewinnen

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Heute leben in der Bundesrepublik etwa 50.000 Kinder und Erwachsene mit Cochlea-Implantaten. Das CI eröffnet vielen hörgeschädigten Menschen deutliche Vorteile in der alltäglichen Kommunikation sowie mehr Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Doch die allgemeinen Kenntnisse über die Versorgung mit Hörimplantaten sowie über den Alltag mit Hörschädigung sind nach wie vor gering. An ihrem bundesweiten Aktionstag wenden sich die CI-Träger daher vielerorts in Deutschland an die breite Öffentlichkeit – mit vielfältigen Angeboten zu Information und Verständigung sowie mit einem selbstbewussten Bekenntnis zur eigenen technischen Hörhilfe.

„Wie bereits in den Vorjahren ist es den vielen engagierten Helfern des CI- Tages auch 2016 gelungen, Hörgeschädigte und gut Hörende zusammenzubringen und das gegenseitige Verständnis zu befördern“, so Dr. Roland Zeh, Präsident der DCIG. „Wir wollen erreichen, dass die Therapie mit dem Cochlea- Implantat schon bald ebenso bekannt wird wie etwa die Versorgung mit Zahnimplantaten oder mit Herzschrittmachern. Ausgangspunkt für den vielfachen Dialog mit den Hörgeschädigten und den gut Hörenden ist dabei unser gemeinsames Outing: Ja, wir sind taub. Aber wir können dennoch hören.
Wir gehen auf euch zu. Sprecht mit uns!“

„Ich bin taub – Sprich mit mir!“ – Informationsangebote und Veranstaltungen an rund 60 Standorten

Ob Hamburg oder Frankfurt, ob Essen oder Berlin – an rund 60 Standorten im gesamten Bundesgebiet fanden am gestrigen CI-Tag Aktionen statt. In zahlreichen Innenstädten, in Kliniken, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen konnten Vorträge, Informationsstände oder Straßenfeste besucht werden. Vielerorts wurden kostenlose Hörtests angeboten. „Ich bin taub – Sprich mit mir!“, das Motto des diesjährigen CI-Tages, wurde auf Buttons, Postkarten, Warnwesten, Luftballons u. a. kommuniziert.

Hunderte ehrenamtliche Helfer und Aktivisten trugen zum Gelingen der Großveranstaltung bei und luden kleine und große Interessenten zum gegenseitigen Kennenlernen ein. Die Veranstalter informierten über Hilfsangebote für hochgradig hörgeschädigte Menschen, gaben Einblick in die Arbeit regionaler Gruppen und Einrichtungen und stellten deren Leistungen vor. Unterstützt wurden viele der lokalen Events auch von CI- und Rehabilitationszentren, HNO- und Logopädiepraxen, Bildungseinrichtungen, Schulen, Hörakustikern und weiteren im CI-Bereich tätigen Institutionen.

„Als die Initiatoren des Deutschen CI-Tages möchten wir uns von ganzem Herzen bei all jenen bedanken, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben, diesen Tag zu einem tollen Bekenntnis für unsere gemeinsame Sache zu machen“, so Dr. Roland Zeh abschließend. „Einmal mehr ist es uns gelungen, Aufmerksamkeit für die CI-Therapie zu schaffen. Die vielen guten Gespräche und Begegnungen haben deutlich gezeigt, wie wichtig unser Tag für die Verständigung zwischen hörgeschädigten und gut hörenden Menschen ist.“

PM der DCIG Bild: Luftballon-Aktion beim Deutschen CI-Tag (Foto: DCIG).