Die CIV NRW News online
Die CIV NRW News ist die Verbandszeitschrift des Cochlea Implantat Verband NRW e.V. -
gemeinnütziger Selbshilfeverband in der DCIG e.V.

Sa Apr 06 @11:00 - 17:00
Lass´ sehen, was Du sagst!
Sa Apr 13 @10:00 - 17:00
Erlebnisreise Schwerhörigkeit
Sa Mai 04 @10:00 - 17:00
Mal Dich Frei - Workshop Malen

Der CIV NRW e.V.:

> bildet ein Informationsforum für CI-Kandidaten
> kooperiert mit regionalen CI-Kliniken und Selbsthilfegruppen
> berät bei CI-SHG Neugründungen
> leistet Öffentlichkeitsarbeit mit der Forderung zur Barrierefreiheit aller Hörgeschädigten
> führt Seminare und Veranstaltungen durch
> absolviert viele weitere Aufgaben für Hörgeschädigte, CI-Träger und deren Angehörige

Der Verband

Cochlea Implantat Verband NRW e.V.

Sitz :
52531 Übach-Palenberg.
Amtsgericht Geilenkirchen Nr. 60400
Geschäftsstelle:
Herrenstr. 18
58119 Hagen

Kontakt:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel.: 02374752186

Vorstand

Der geschäftsführende Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Marion Hölterhoff, Vorsitzende,
Bettina Rosenbaum, stellv. Vorsitzende
Christel Kreinbihl, Schatzmeisterin
Peter Hölterhoff, Schriftführer

Nicht geschäftsführender Vorstand:
Rolf Gödde, Beisitzer

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Oldenburger Hörforscher mit Millionenbetrag

Großer Erfolg für die Universität Oldenburg und ihre Hörforschung: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) „Hörakustik“ bewilligt, der in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich rund acht Millionen Euro gefördert wird. Geleitet wird der SFB vom Oldenburger Psychoakustiker Prof. Dr. Volker Hohmann, einem der leitenden Forscher im Exzellenzcluster „Hearing4all“ und Träger des Deutschen Zukunftspreises. Der SFB mit dem offiziellen Titel „Hörakustik: Perzeptive Prinzipien, Algorithmen und Anwendungen (HAPPAA)“ soll die Grundlagen für verbesserte Hörgeräte und Hörassistenzsysteme schaffen.

An dem Großprojekt, dessen Gesamtlaufzeit auf zwölf Jahre angelegt ist, sind mit der RWTH Aachen, der TU München, dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT, der Jade Hochschule in Oldenburg und der HörTech gGmbH Oldenburg weitere führende Einrichtungen im Bereich der Hörforschung beteiligt.

 

„In dem neuen Sonderforschungsbereich widmen sich die Oldenburger Hörforscher einmal mehr ihrem Ziel, Hörgeschädigten bestmöglich zu helfen. Mit der Förderung würdigt die Deutsche Forschungsgemeinschaft die herausragende nationale wie internationale Bedeutung unserer Hörforschung“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper.

Hören als aktiver Prozess

Der Sonderforschungsbereich „Hörakustik“ baut auf den Ergebnissen der in Kürze auslaufenden DFG-Forschergruppe „Individualisierte Hörakustik“ auf, die Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier und Hohmann seit 2012 gemeinsam leiten. Die Forscher der Universität Oldenburg, des Kompetenzzentrums HörTech und der Jade-Hochschule schufen dabei die Grundlagen dafür, Hörtechnologien in Zukunft optimal an den einzelnen Nutzer und an die jeweilige akustische Umgebung anpassen zu können. Im Zentrum des jetzt bewilligten SFB steht nun die komplizierte Wechselbeziehung zwischen Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen und ihrer akustischen Umgebung. „In der Realität verändert sich eine Hörsituation ständig, weil Menschen auf Stimmen und Geräusche reagieren. Sie wenden zum Beispiel ihren Kopf zur Schallquelle hin oder bewegen ihre Augen“, erläutert Hohmann. Bislang wurde diese Interaktion in der Hörakustik jedoch nicht berücksichtigt, so der Forscher. Das Hören wurde vielmehr als passiver Prozess angesehen. Probanden im Labor erhielten die Anweisung, sich möglichst nicht zu bewegen. „Daher funktionieren viele Hörgeräte im Labor gut, in der Realität aber weniger“, sagt er.

Eintauchen in eine virtuelle Umgebung

Hohmann und seine Kolleginnen und Kollegen bezeichnen die dynamische Wechselbeziehung zwischen dem Hörenden und seiner Umwelt als „akustische Kommunikationsschleife“. Sie beziehen diesen Prozess nun erstmals in die Hörmodellierung ein. „Sprachliche Kommunikation ist die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe“, betont Hohmann. Auch Menschen, deren Gehör altersbedingt bereits beeinträchtigt ist, die aber noch kein Hörgerät benötigen, können von dem verbesserten Verständnis dieser „Hörschleife“ profitieren. Um deren Grundprinzipien zu erfassen, erforscht das Team in drei Arbeitsbereichen mit insgesamt zwölf Teilprojekten Modelle, Algorithmen und Anwendungen.

Aufbauend auf Modellen der Sprachwahrnehmung und Hörqualität bei Normal- und Schwerhörenden wollen Hohmann und seine Kollegen die Algorithmen verbessern, die akustische Signale in Hörhilfen verarbeiten, sowie einige Anwendungen exemplarisch untersuchen – um etwa zu erforschen, wie Lautsprechersignale in einer unruhigen Umgebung verständlicher werden können, beispielsweise Durchsagen im Bahnhof. Ein weiteres Ziel besteht darin, ein intelligentes Ohrpassstück zu entwickeln, das hohe Klangqualität bietet und gleichzeitig Rückkopplungen unterdrückt sowie Störgeräusche reduziert. Außerdem untersuchen die Experten, wie sich komplexe akustische Szenen realitätsnah über Kopfhörer wiedergeben lassen. So könnten Probanden in Zukunft in eine virtuelle Realität eintauchen, die sowohl optisch als auch akustisch einer echten Umgebung ähnelt – etwa einem belebten Café oder einem unruhigen Klassenzimmer. Gleichzeitig ließe sich die Technologie auch einsetzen, um zum Beispiel Filme zu Hause mit optimaler Akustik anzusehen. Die Ergebnisse des SFB sollen langfristig auch für weitere Anwendungen im Bereich Unterhaltungselektronik genutzt werden, etwa für die Spracherkennung oder die Mensch-Maschine-Kommunikation.

Der jetzt bewilligte Sonderforschungsbereich trägt zudem zur aktiven Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei – dank eines integrierten Graduiertenkollegs. SFB-Sprecher Hohmann betont: „Wir schaffen die Grundlagen, um zum Wohl der Patienten die Rehabilitation mit Hörhilfen weiter zu verbessern, bilden hochqualifizierten Nachwuchs für die Hörforschung aus und ergänzen darüber hinaus die Forschung des Exzellenzclusters Hearing4all um wichtige grundlegende Bausteine.“

Quelle: Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

CIV NRW e.V

CIV NRW Logo

Geschäftsstelle: Herrenstr. 18, 58119 Hagen - Beratungstermine nach Vereinbarung unter: info@civ-nrw.de
CIV NRW News online
ist die  Onlineversion der Zeitschrift des Cochlea Implantat Verbandes NRW e.V., dem Regionalverband für NRW der DCIG e.V.
CIV NRW News - Chefredaktion: Marion und Peter Hölterhoff
Redaktion: Gudrun Bewerunge, Sigrid Foelling, Karina Manassah, Ronald Stein und freie Autoren
Anzeigen/ Akquise: Michaela Hoffmann michaela-hoffmann@civ-nrw.de
CIV NRW News online - Verantwortlich für den Inhalt: Peter G.A. Hölterhoff
© Cochlea Implantat Verband NRW e.V. Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr
Facebook: https://www.facebook.com/CIV.NRWNews - Twitter:    https://twitter.com/CIV_NRW - Google+: https://plus.google.com/+CIVNRWDeNews
WEB-Layout: Peter G.A. Hölterhoff - www.CMMTV.com
Sie können uns unterstützen über Amazon Smile, über Gooding oder eine direkte Spende hier online

Wir danken unseren Förderern

Gefördert im Rahmen des §20h SGBV von den Krankenkassen/-verbänden in NRW
logo_gkv

Sponsoring:

Netzwerk:

NAKOS Datenschutzeule gruen 125netzwerk logo mitglied rgb transp 250Paritaet Logo GSH NRW 800x450pxjpg  

logo nakos     Logo KOSKON 01

Aktiv in der Patientenbeteiligung in NRW, im Beirat KSL MSi, in der GSH NRW
und natürlich für die CI- SHGn in NRW

Aktuell sind 423 Gäste und keine Mitglieder online

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok