Foto: Kay-Uwe FischerCIK 15 Jahre – Jubiläumsfeier am 08.11.2017

Nachdem im Frühjahr 2017 das 1000. Cochlea-Implantat (CI) im Kölner Cochlear Implant Centrum (CIK) implantiert wurde, stand im November die Jubiläumsfeier an: „15 Jahre CIK“. Gemeinsam mit Betroffenen, Eltern, Fachleuten, Kollegen und Freunden wurde zu diesem Anlass in den Räumlichkeiten des Max-Planck-Instituts gefeiert.
Der Direktor der HNO- Uniklinik, Herr Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Bernd Hüttenbrink, eröffnete den Abend mit einer kurzen Ansprache. Dann sorgte der Vereinschor der „Jecke Öhrcher KG“- der 1. Karnevalsverein für Menschen mit und ohne Hörschädigung“ zusammen mit Oliver Blum von „Die Blömcher“ für Stimmung.

Der eigens komponierte Vereinssong „Luur hin“ hatte seine Premiere, die großen und kleinen Öhrcher sangen und gebärdeten dazu fleißig. Und so kurz vor dem Start der neuen Session durfte natürlich auch der Kölsche Klassiker „Viva Colonia“ nicht fehlen, bei dem das Publikum kräftig mitsingen und das bunte Treiben auf der Bühne genießen konnte. Die „Jecke Öhrcher“ ernannten den Sänger und Komponisten Oliver Blum zum ersten Ehrenmitglied des Vereins, bevor der Abend dann in die wissenschaftlichen Vorträge startete. Frau Dr. Ruth Lang-Roth führte zurück in die Zeit der Entstehung des CIKs, um dann kurz ein paar Zahlen und Fakten zum aktuellen Stand zu nennen und die Referenten zu den beiden Hauptvorträgen des Abends zu begrüßen.
Foto: Kay-Uwe FischerZunächst referierte Frau Prof. Dr. Elke Kalbe aus Köln zu dem Thema „Kognitive Änderungen und der zusätzliche Einfluss einer Hörstörung“. Sie nimmt an, dass eine Hörstörung, d.h. eine mangelhafte akustische Stimulation, die Abbauprozesse der kognitiven Fähigkeiten zusätzlich negativ beeinflusst. In ihrem interaktiven Vortrag veranschaulichte sie durch Aufgaben zum mentalen Training (z.B. das rückwärts Zitieren von Zahlenreihen), dass der Mensch auf seine kognitiven Leistungen, bzw. deren Degeneration, Einfluss nehmen kann. Im Anschluss stellte Herr Prof. Dr. Tobias Moser aus Göttingen und Leibnitzpreisträger eine Zukunftsvision vor: „Hören mit Licht“. Er berichtete von den Ergebnissen seiner Forschungsgruppe, welche anhand von Nagetieren bereits heute zeigen kann, dass Hören mit Licht möglich ist. Hierbei wird von einer deutlich verbesserten Klangqualität im Vergleich zur heutigen CI- Versorgung ausgegangen, da durch die optische Anregung der Nervenzellen im Innenohr die Anzahl der Stimulationskanäle vervielfacht werden kann.
Schließlich traf man sich zu einem lockeren „Get together“ in der Minervas Lounge, um sich bei kleinen Köstlichkeiten auszutauschen.
Text: Babett Conrads und Katrin Kral
Fotos: Kay-Uwe Fischer

 

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