Klinikführer in Leichter Sprache: Auszeichnung für die Uniklinik Jena
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verleiht „Hochschulperle“

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat den Klinikführer in Leichter Sprache des Universitätsklinikums Jena (UKJ) als „Hochschulperle“ ausgezeichnet. Der Klinikführer beantwortet in Leichter Sprache Fragen rund um die radiologische Versorgung an der Thüringer Uniklinik und wurde im Mai 2016 veröffentlicht.

Hinter der Broschüre stehen mehrere Partner: In einem inklusiven Projekt der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales Jena (SBBS), des Saale Betreuungswerks der Lebenshilfe Jena gGmbH und des Jenaer Uniklinikums haben Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam die Broschüre in Leichter Sprache erstellt. Diese Darstellungsart hilft vor allem Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistigen Behinderungen dabei, Texte über komplexe Sachverhalte leichter zu verstehen. Das Projekt ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. „Der Radiologieführer bietet eine verständliche Aufbereitung komplexer medizinischer Sachverhalte und Maschinen. Er gibt einfache Antworten auf Fragen, die sich so mancher Patient oftmals nicht zu fragen trauen würde, erst recht nicht, im einschüchternden Krankenhauskontext. Ein entscheidender Beitrag zu mehr Inklusion“, lobt die Jury des Stifterverbandes (www.stifterverband.org).

Eine wichtige Aufgabe des Stifterverbandes besteht darin, die großen Wissenschaftsorganisationen in Deutschland zu unterstützen. Dazu zählen etwa die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Alexander von Humboldt-Stiftung. Als Hochschulperle zeichnet der Verband innovative und beispielhafte Projekte aus, die an einer Hochschule realisiert werden. Der Stifterverband stellt jeden Monat eine Hochschulperle vor. Einmal im Jahr wird dann die „Hochschulperle des Jahres“ gewählt.

Stichwort „Leichte Sprache“:

Leichte Sprache ist eine spezielle sprachliche Ausdrucksweise, die besonders gut verständlich ist. Neben Regelungen zu Sprache und Rechtschreibung umfasst sie auch Empfehlungen zur Typografie. Die Leichte Sprache soll beispielsweise Menschen mit Lernschwierigkeiten beziehungsweise geistigen Behinderungen dabei helfen, Texte leichter zu verstehen.

Universitätsklinikum Jena