Bimodales BesserhörenGN ReSound und Cochlear bauen strategische Zusammenarbeit aus

Hannover/Münster, Dezember 2015 Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen, dann können Hörimplantate eine Lösung sein. Doch mehr als die Hälfte der hörgeschädigten Kinder und Erwachsenen, die mit einem Cochlea-Implantat (CI) oder einer anderen implantierbaren Hörlösung leben, sind bimodal versorgt; d. h. sie tragen an einem Ohr ein Implantat-System und am anderen ein Hörgerät. Viele dieser Implantat-Patienten können zukünftig von einer strategischen Allianz profitieren, die der technologisch führende Hörgeräte-Hersteller GN ReSound und Cochlear, weltweit führender Experte für Hörimplantate, eingehen. Ziel der Smart Hearing Alliance, die im Januar 2016 in Deutschland sowie in weiteren ausgewählten Ländern ihre Arbeit aufnimmt, sind die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung smarter Lösungen aus Hörgerät und Hörimplantat.

Schon heute können GN ReSound und Cochlear auf eine mehrjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken. Der globale Marktführer für Hörimplantate und der Technologieführer für smarte Hörgeräte arbeiten bereits seit 2011 bei der Entwicklung von Technologien und Produkten zusammen. Basis bildete die 2,4 GHz-Technologie von GN ReSound, von der schon jetzt überall in der Welt auch Träger des CI-Systems Cochlear™ Nucleus® 6 und der Knochenleitungshörsysteme Cochlear™ Baha® 4 und Baha® 5 profitieren.

So bietet das von GN ReSound entwickelte Wireless-Zubehör auch diesen Nutzern kabellose Freiheit und besseres Hören in vielen alltäglichen und herausfordernden Situationen. Der Schall wird direkt ans Ohr übertragen – ohne Kabel oder um den Hals zu tragende Geräte. Mehrere Nutzer können sich mit nur einem Zubehör verbinden; z. B. die Kinder einer Schulklasse mit dem Minimikrofon des Lehrers. Sie profitieren von besserer Klangqualität – dank der branchenführenden Gruppenlaufzeit von 18 Millisekunden ohne Echo- Effekte oder Abstriche in der Lippen-Synchronität.

Neueste Ansätze zur Konnektivität bringen auch Träger von Hörimplantaten noch näher an ihre Familien, an Freunde und die Gemeinschaft; und sie ermöglichen diesen Menschen die Teilhabe an einer modernen, vernetzten Kommunikationswelt. So verfügt Baha 5 als erster Soundprozessor mit Knochenleitung über die Made for iPhone-Technologie. Wie bei dem Hörgerät ReSound LiNX² und weiteren smarten Hörgeräten von ReSound lassen sich auch hier Sprache, Musik und andere Klänge direkt und ganz ohne Zubehör von iPhone, iPad oder iPod touch empfangen. Über die Baha 5 Smart App kann der Träger sein Hörerleben sehr komfortabel auf dem Display des iOS-Geräts regeln.

Smarte Verbindungen von Hörimplantat und Hörgerät bieten zahlreiche Vorteile

Im Rahmen der nun beginnenden Smart Hearing Alliance werden beide Unternehmen ihre gemeinsamen Aktivitäten in Deutschland und weiteren Ländern noch erheblich ausbauen. Durch Ausnutzung ihrer führenden technologischen Positionen bei implantierbaren Hörlösungen sowie bei Hörgeräten und Funklösungen wollen beide Partner ihre Marktreichweite und ihr Angebotsspektrum erweitern. Erklärtes Ziel ist es, zusammen die weltweit smartesten bimodalen Hörlösungen zu entwickeln und zu vermarkten.

Diese Lösungen sollen das Hörerleben der Nutzer entscheidend verbessern und zudem die Anpassung der bimodalen Hörtechnik erleichtern. Sie verbinden Baha-Knochenleitungsimplantate, Nucleus-Cochlea-Implantate, Funkzubehör ohne zusätzlichen Streamer und die smarten Hörgeräte von ReSound, jenem Anbieter, der 2014 das erste Hörgerät Made for iPhone präsentierte.

Hörgerät und Hörimplantat sowie das entsprechende Zubehör werden dabei nicht mehr nur nebeneinander arbeiten. Vielmehr bilden sie gemeinsame Systeme, die Hörleistung und Hörerleben spürbar verbessern. Denkbar ist beispielsweise der Austausch akustischer Informationen durch die Vernetzung von linker und rechter Hörlösung. Ebenso könnte es möglich werden, Hörgerät und Hörimplantat gleichzeitig über ein Smartphone zu bedienen u. v. m.

„Wir sind zuversichtlich, dass viele Menschen, die mit mittelgradigem bis hochgradigem Hörverlust leben, von unserer Allianz profitieren werden, und dass darüber hinaus auch die Anpassung bimodaler Lösungen einfacher wird“, so Thomas Topp, Leiter der Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG. „Es freut uns, mit GN ReSound den Partner an unserer Seite zu wissen, der die technologische Entwicklung im Bereich der Hörgeräte-Konnektivität und der dazugehörigen Apps seit Jahren bestimmt. Auch und gerade den Nutzern von Hörimplantaten verhilft der große Trend der Vernetzung zu besserem Hören, mehr Komfort und Unabhängigkeit. Gemeinsam werden wir uns erfolgreich als die führenden Anbieter für bimodale Hörlösungen profilieren.“

Joachim Gast, Geschäftsführer von GN ReSound Deutschland, ergänzt: „Auch wir sind sehr froh; denn wir haben mit Cochlear den Partner gewonnen, der vielfältigste Lösungen für Menschen bietet, bei denen Hörgeräte nicht ausreichen. In der Allianz bündeln wir die große technologische Expertise und die starke globale Reichweite zweier Unternehmen, die beide auf ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld führend sind. Wir werden den Trägern unserer Lösungen die überzeugendste Performance und die besten Hörerlebnisse bieten.“

 

Bild: Kooperieren zukünftig in einer Allianz zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung smarter bimodaler Hörlösungen - Dieter Fricke, Direktor Audiologie von GN ReSound Deutschland, Thomas Köster, Vertriebsleiter Cochlear Deuschland, Joachim Gast, Geschäftsführer von GN ReSound Deutschland, und Thomas Topp, Leiter Cochlear Deutschland (von li. nach re., Foto: ReSound)

Quelle: gemeinsame Pressemitteilung von Cochlear Deutschland und GN ReSound Deutschland