Welcome to Cochlea Implantat Verband NRW e.V.   Click to listen highlighted text! Welcome to Cochlea Implantat Verband NRW e.V. Powered By GSpeech

Der CIV NRW wird 20 Jahre alt - wir feiern am 29.08.2020

Save The Date - Mitgliederversammlung am 16.05.2020

Die CIV NRW News online
Die CIV NRW News ist die Verbandszeitschrift des
Cochlea Implantat Verband NRW e.V. -

gemeinnütziger Selbshilfeverband in NRW

Alexa und Co in unserem Kopf: Wo die Stimmerkennung im Gehirn sitzt
Amazon hat es gerade verkündet: Sein Sprachassistent Alexa kann nun auch Stimmen erkennen und sie der jeweiligen Person zuordnen. Was in der Technikwelt als kleine Revolution gefeiert wird, ist für unser Gehirn ganz normal. Es erkennt, ob uns eine Stimme bekannt vorkommt oder nicht. Bisher war jedoch unklar, durch welche Areale im Gehirn wir Stimmen wiedererkennen. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat nun in einer großangelegten Studie an Patienten mit Hirnverletzungen den überzeugenden Beweis geliefert: Unser persönlicher Assistent zur Stimmerkennung nutzt eine Windung im rechten Schläfenlappen.

Wir befinden uns ständig in Situationen, in denen wir mit anderen sprechen. Dabei verhalten wir uns einem Freund gegenüber anders als gegenüber einem Fremden. Eine wesentliche Fähigkeit ist es daher, nicht nur zu erkennen, was einer zu uns sagt, sondern auch wer zu uns spricht. Dabei hilft uns die Stimme unseres Gesprächspartners. Bislang war sich die Wissenschaft nicht einig darüber, wo genau im Gehirn sich die Areale befinden, durch die wir eine Stimme wiedererkennen.

„Sehr zuverlässige Aussagen darüber, welche Gehirnbereiche welche Funktionen innehaben, lassen sich anhand von Untersuchungen an Patienten mit Hirnverletzungen treffen. Ist ein bestimmter Bereich im Gehirn verletzt und fällt dadurch eine bestimmte Fähigkeit aus, lässt sich beides einander zuordnen“, erklärt Claudia Roswandowitz, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und Erstautorin einer Studie, die nun die entscheidenden Erkenntnisse zur Stimmerkennung gebracht hat. Darin testeten die Forscher 58 Patienten mit Hirnschädigungen, vor allem Schlaganfall-Betroffene, die Fähigkeit, Stimmen zu lernen und diese dann wiederzuerkennen. Zusätzliche dazu nutzten die Forscher Hirnscans der Patienten, die hochaufgelöst deren Hirnstrukturen und -schädigungen zeigten.

Die Neurowissenschaftler erkannten, dass besonders Patienten mit Läsionen in bestimmten Bereichen des rechten hinteren Schläfenlappens Stimmen schlechter erkannten. Sie gehen daher davon aus, dass der hintere Gyrus temporalis superior, kurz STG, unerlässlich für die Stimmerkennung ist.

Bestätigt werden diese Erkenntnisse auch durch eine Vorgängerstudie am MPI CBS. Darin wurde ein Phänomen erforscht, das umgangssprachlich auch als „Stimmblindheit“ bezeichnet wird: Die Phonagnosie, die Unfähigkeit Stimmen wiederzuerkennen. Die beiden untersuchten Betroffenen – die einzigen in Deutschland bekannten – gelingt es nicht, andere Menschen an ihrer Stimme wiederzuerkennen, selbst die eigene Mutter oder die eigenen Kinder nicht. Auch bei ihnen erkannten die Forscher um Roswandowitz, dass Veränderungen im und mit dem rechten Schläfenlappen zu den entsprechenden Defiziten führen. Im Vergleich zu den Patienten mit Hirnverletzungen waren hier jedoch nicht ausgefallene Hirnstrukturen die Ursache, sondern die abweichende Aktivität in diesen Gebieten.

„Durch diese Erkenntnisse können wir besser verstehen, wie das Gehirn Stimmen erkennt. Das ist die Grundlage, um wirksame Therapien für Betroffene der Phonagnosie, die in manchen Fällen angeboren ist, gerade nach einem Schlaganfall jedoch recht häufig auftritt. In unserer Studie haben beispielweise neun Prozent der Patienten von deutlichen Schwierigkeiten beim Erkennen von Stimmen berichtet. Trotzdem ist das Phänomen im medizinischen Bereich bisher kaum bekannt. Hier müssten wir zu einer höheren Sensibilität gelangen“, so Roswandowitz.

Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

CIV NRW e.V

CIV NRW Logo

Geschäftsstelle: Herrenstr. 18, 58119 Hagen - Beratungstermine nach Vereinbarung unter: info@civ-nrw.de - EUTB jeden letzten Donnerstag im Monat
CIV NRW News online
ist die  Onlineversion der Zeitschrift des Cochlea Implantat Verbandes NRW e.V., dem Regionalverband für NRW der DCIG e.V.
CIV NRW News - Chefredaktion: Marion und Peter Hölterhoff
Redaktion: Gudrun Bewerunge, Sigrid Foelling, Karina Manassah, Ronald Stein und freie Autoren
Korrektorat: Sigrid Foelling, Christel Kreinbihl
Medizinische Beratung: Herr Prof. Dr. med. Armin Laubert, Dr. Elmar Spyra, Peter Dieler
Anzeigen/ Akquise: Michaela Hoffmann michaela-hoffmann@civ-nrw.de
CIV NRW News online - Verantwortlich für den Inhalt: Peter G.A. Hölterhoff
© Cochlea Implantat Verband NRW e.V. Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr

Mit Aufruf der folgenden Links werden Daten an die Netzwerke übertragen und dort verarbeitet.
Facebook: https://www.facebook.com/CIV.NRWNews - Twitter:    https://twitter.com/CIV_NRW - Instagram:  https://www.instagram.com/civnrw/
WEB-Layout: Peter G.A. Hölterhoff
Sie können uns unterstützen über Amazon Smile, über Gooding oder eine direkte Spende hier online

Wir danken unseren Förderern

Gefördert im Rahmen des §20h SGBV von den Krankenkassen/-verbänden in NRW
logo_gkv

Sponsoring:

Netzwerk:

Der CIV NRW ist Mitglied im Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung, der Paritätische, Gesundheitsselbsthilfe NRW, LAG Selbsthilfe NRW

NAKOS Datenschutzeule gruen 125netzwerk logo mitglied rgb transp 250Paritaet Logo GSH NRW 800x450pxjpg Medizin.NRW Logo LAG logo

logo nakos     Logo KOSKON 01

Aktiv in der Patientenbeteiligung in NRW, im Beirat KSL MSi, in der GSH NRW
und natürlich für die CI- SHGn in NRW

Aktuell sind 604 Gäste und keine Mitglieder online

Click to listen highlighted text! Powered By GSpeech
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.