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Patientenbeteiigung NRWJahrestagung der Patienten Beteiligung NRW
Unter dem Titel „Welche Krankenhäuser brauchen wir? Fachtagung zur Krankenhausplanung aus Patientensicht“ fand am 12.12.2019 im Reinoldinum in Dortmund die diesjährige Fachtagung der Patienten Beteiligung NRW statt.
In ihrem Grußwort hob Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW, hervor, wie wichtig eine Assistenz für Menschen mit Beeinträchtigung im Krankenhaus ist. Auch Minister Laumann sei für ein Umdenken hin zur Patientenorientierung. Ein Beispiel dafür sei die gesetzliche Verankerung der Patientenfürsprecher. Neben dem Bundesverband wurde im September in NRW der erste Landesverband gegründet. Am 26.Januar 2020 steht der Patiententag unter dem Motto „Barrierefreiheit im Krankenhaus“. Ein weiteres wichtiges Thema sei das virtuelle Krankenhaus, bei dem Patientenbeteiligung absolut notwendig sei.
Die Veranstalter des Tages, Gregor Baltes und Sonja Fassbender vom Gesundheitsladen Köln, bei dem die Koordinierungsstelle angebunden ist, stellten die aktuelle Situation der Patienten dar. Im Gegensatz zu früher wird ein Patient heute wesentlich früher aus dem Krankenhaus entlassen. Das Entlassmanagement ist verbesserungsbedürftig. Während in den Medien immer wieder Berichte von Überversorgung zu finden sind, erlebt der Patient, dass viel zu wenig Zeit für Gespräche zur Verfügung steht und das Pflegepersonal an seine Belastbarkeitsgrenze kommt.
Das Krankenhaus von heute ist ein Wirtschaftsunternehmen, das Profit erwirtschaften muss.
Infolgedessen wird der Patient zum Objekt, schließen ganze Abteilungen, weil nicht genügend Pflegepersonal zur Verfügung steht und viele Häuser kämpfen mit dem Konkurs.
Ein Grund für das Dilemma ist, dass die Krankenhäuser Investitionen aus den Behandlungskosten finanzieren müssen, weil sie viel zu wenig Geld von den Ländern bekommen, das dafür zur Verfügung stehen müsste.
Minister Laumann hat nach der Vorlage des Gutachtens zur Krankenhaussituation im September 2019 eine Reform der Krankenhausplanung auf den Weg gebracht, die bis Ende 2020 in ihren Grundzügen fertig sein soll. Patientenvertreter sollen daran ausdrücklich beteiligt werden. Dieses Gutachten bestätigt, dass in NRW im Vergleich zum Bund wesentlich mehr Behandlungen stattfinden und es eine Tendenz zur Überversorgung gibt. Unterversorgung gibt es in der Neuro -Frührehabilitation und der Palliativmedizin. Insgesamt wird sich zu wenig an der Qualität und dem tatsächlichen Bedarf orientiert. So finden Operationen von z.B. Kniegelenken und Bauchspeicheldrüse in Kliniken mit viel zu geringen Fallzahlen statt und 12% der Schlaganfälle wird nicht auf einer Stroke Unit (Klinikabteilung für Schlaganfall-Patienten) behandelt.
Daraus ergeben sich folgende Ziele, die im neuen Krankenhausplan bis Ende 2020 festgelegt und 2021 umgesetzt werden sollen: Wegfall der Betten-bezogenen Planung hinzu einer bedarfsorientierten Planung, Zusammenlegung von Kliniken, um Überkapazitäten abzubauen, Garantie der Erreichbarkeit innerhalb von 30 Minuten.
In der anschließenden Podiumsdiskussion stellte Dr. Heribert Müller vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales fest, dass es trotzdem in NRW keinen Kahlschlag geben soll. Das bekräftigte auch Dr. Achim Teusch vom Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte. Während die Bertelsmannstiftung 50% Einsparung fordert, soll es in NRW auf 20% hinauslaufen. Dr. Teusch beklagte, dass die Trägervielfalt zu einem Kampf bis aufs Messer führt, wohingegen eigentlich Kooperation nötig wäre.
Kliniken haben nach oben keine Luft, bestätigte auch Mark Raschke, Pressesprecher des Klinikums Dortmund.
Dirk Ruiss vom Verband der Ersatzkassen erklärte ebenfalls, es werde keinen Kahlschlag geben und bezeichnete die Krankenhausversorgung in NRW als gut.
Das Wichtigste bei aller Planung ist aber zu bedenken, dass es um Menschen geht, um eine gute Versorgung und Patientenorientierung, brachte Manuela Anacker vom Sozialverband VdK NRW e.V. die Wünsche der Teilnehmer auf den Punkt.

Dass es genau darum geht, zeigte sich am Nachmittag in den verschiedenen Gruppen des World Cafés. Hier wurden Anregungen, Kritik und Wünsche zu einem guten Krankenhaus gesammelt. Die einzelnen Referenten kamen kaum nach, die Beiträge der Teilnehmer zu notieren. Bei allen Gruppen wurde aber vehement gefordert, dass die Ethik über allem stehen müsste. In einer Gruppe wurde es durch das Wortspiel Ethik statt Monetik zugespitzt auf den Punkt gebracht. In einem guten Gesundheitssystem darf die Gewinnoptimierung nicht die Grundlage des Handelns sein.
Wer sich weiter über Patientenbeteiligung informieren oder sich engagieren will, findet wichtige Informationen auf https://www.patientenbeteiligung.de/nw/.

Marion Hölterhoff

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