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Eyk Kauly, Athina Lange, Ruby Commey in „Die Wut, die uns vereint“ (Foto: Katrin Ribbe) Cochlear unterstützt erneut Inszenierung am Schauspiel Hannover
„Die Wut, die uns vereint“, so der Titel eines Theaterstückes, das in diesen Tagen im Ballhof Zwei der Staatstheater Hannover seine Deutschlandpremiere und deutschsprachige Erstaufführung erlebte – und zwar in einer Aufführung mit gehörlosen und hörenden Schauspielerinnen und Schauspielern. Heldin des Stückes des australischen Dramatikers Finegan Kruckemeyer ist die 16-jährige Kay, die in ständiger Wut lebt. Immer wieder eckt sie an in der Welt der Erwachsenen. Sie weiß mit ihren Gefühlen nicht mehr aus noch ein, bis sie auf die gleichaltrige Lotte trifft, die sogar noch wütender ist als sie… Im Theaterstück, das sich vor allem an ein jugendliches Publikum richtet, wird in der Inszenierung der Regisseurin Wera Mahne sowohl in Laut- als auch in Gebärdensprache gespielt. Ermöglicht wurde das inklusive Theaterprojekt mit Unterstützung von Cochlear sowie der Hörregion Hannover.

Bild: Eyk Kauly, Athina Lange, Ruby Commey in „Die Wut, die uns vereint“ (Foto: Katrin Ribbe)


Die Gefühlswelt der 16-jährigen Kay ist außer Kontrolle. In ihr kocht die Wut. Niemand mehr scheint sie zu verstehen, selbst ihre Eltern nicht. Jeder Versuch der Verständigung endet in einer Sackgasse. Die Erwachsenen nerven nur. Kay weiß nicht mehr, wohin mit ihrer Wut. Als sie auch noch ihren besten Freund bewusstlos schlägt, setzen die Eltern sie in einer abgelegenen Waldhütte aus, damit sie in Ruhe über sich nachdenken kann und zur Vernunft kommt. Doch im Wald trifft sie auf Lotte, die noch viel wütender ist. Eine schicksalhafte Begegnung. Die Wut der beiden Teenager wird zum Ausgangspunkt für eine gemeinsame Suche.
Inszeniert wurde das Theaterstück am Schauspiel Hannover von der Regisseurin Wera Mahne, die dort bereits mit der zweisprachigen Inszenierung von „Mädchen wie die“ einen Erfolg feiern konnte. Auch bei der vorherigen Inszenierung – gleichfalls von Cochlear unterstützt – standen hörende und gehörlose Akteure gemeinsam auf der Bühne.
Barrieren in der Verständigung mit Mitteln des Theaters überwinden
„Inszenierungen mit hörenden und gehörlosen Schauspielerinnen und Schauspielern eröffnen die große Chance, Barrieren der Verständigung mit den Mitteln des Theaters zu überwinden, ein laut- und ein gebärdensprachlich kommunizierendes Publikum zusammenzuführen“, so Schauspielintendantin Sonja Anders. „Diese Form der Theaterarbeit geht mit besonderen Herausforderungen einher, die ohne engagierte Partner wohl kaum zu bewältigen wären. Wir sind sehr froh, in Cochlear und der Hörregion Hannover zum wiederholten Mal engagierte Unterstützer gefunden zu haben.“
„Als führender Hersteller für Hörimplantate sind wir zugleich ein leidenschaftlicher Fürsprecher für die Inklusion hörgeschädigter Menschen in die Gesellschaft“, so Frederec Lau, Marketing Manager von Cochlear Deutschland. „Auch im neuen Stück geht es um elementare Erfahrungen, die alle jungen Menschen bewegen; ganz unabhängig davon, ob sie hören können oder nicht. Die zweisprachigen Inszenierungen des Schauspiel Hannover sind wertvolle künstlerische Beiträge, die das wichtige Thema Inklusion einer breiten Öffentlichkeit und vor allem einem jugendlichen Publikum nahebringen. Sehr gerne unterstützen wir das nach Kräften. Wir hoffen, dass die aktuelle Inszenierung ein ebenso großer Erfolg wird wie das vorangegangene Stück.“
Zudem initiiert Cochlear im Zuge des neuen Theaterprojektes gemeinsam mit der Hartwig-Claußen-Schule (HCS), dem Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Hören der Region Hannover, ein inklusives Tanzprojekt mit hörgeschädigten und hörenden Jugendlichen, das sich auch inhaltlich an „Die Wut, die uns vereint“ orientiert. Das Tanztheaterstück „#wutuplikethis“ entsteht unter Choreographie und künstlerischer Leitung des Profi-Tänzers Ole Driever, der selbst hochgradig hörgeschädigt ist und mit einem Cochlea-Implantat (CI) hört. Das Stück wird am 22. Januar ebenfalls im Ballhof Zwei aufgeführt.
Martin Schaarschmidt

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