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gewinnerDie neun Gewinner des internationalen Kinder-Erfinder-Wettbewerbs „idas4ears“ stehen fest:
Aus Deutschland konnten besonders zwei Mädchen mit ihrer Erfindung die Jury von sich überzeugen
Kreativität, die vielleicht die Welt verändern kann: Am Welterfinder-Tag startete die zweite Auflage des globalen Kinder-Erfinder-Wettbewerb „ideas4ears“ von MED-EL, dem führenden Hersteller von implantierbaren Hörlösungen. Rund zwei Monate konnten Kinder aus der ganzen Welt im Alter von 6-12 Jahren ihre Ideen einreichen, wie die Lebensqualität von Menschen mit Hörverlust verbessert werden könnte. Unter allen weltweiten Einsendungen wurden nun die besten neun Erfindungen ausgewählt.

Insgesamt 341 kreative und clevere Köpfchen aus 19 Nationen nahmen an diesem internationalen Kinderwettbewerb teil. Die zahlreichen Einsendungen erreichten die Jury in Form von Videos, detaillierten Zeichnungen, bunten Gemälden und sogar lebensechten Prototypen. Dem Einfallsreichtum waren dabei keine Grenzen gesetzt, egal ob es sich um die Weiterentwicklung eines bestehenden Produkts handelte oder um eine völlig neue Idee: „Ideas4ears ermutigt junge Teilnehmer dazu, sich auf kreative Weise mit dem Thema Hörverlust und den Wegen der Bewältigung auseinanderzusetzen. Gleichzeitig möchten wir auch einem breiten Publikum vor Augen führen, welche Herausforderungen schwerhörige Menschen im täglichen Leben meistern müssen und wie nutzbringend es ist, etwas gegen Hörverlust zu unternehmen“, erklärt Gregor Dittrich, Geschäftsführer der MED-EL Deutschland GmbH. Auch aus Deutschland kamen viele tolle Erfindungen und zwei Gewinnerinnen:
Die deutschen Gewinnerinnen heißen Sophie und Eva-Maria
Ein spezielles Bett, in dem während des Schlafens die Haarzellen in der Cochlea mittels Laserbehandlung wiederhergestellt werden können, so lautet die Idee, die hinter der cleveren Erfindung von Sophie und Eva-Maria (beide 8 Jahre) steht. Damit die Behandlungsmethode auch erfolgreich ist, müssen die Betroffenen genau zwei Mal die Woche, nämlich montags und mittwochs, ihre Nacht im Laserbett verbringen. „Im Laserbett werden die Ohren über Nacht mit zwei Lasern bestrahlt. Auf diese Weise richten sich die geschädigten Hörhärchen wieder auf“, erklären die Grundschülerinnen aus Andechs. Doch Vorsicht: „Die Härchen fallen nach wenigen Tagen wieder um, weshalb ein regelmäßiges Schlafen im Laserbett nötig ist.“
Eine tolle Erfindung, das fand auch die Jury und ernannte Sophie und Eva-Maria als zwei von insgesamt neun weltweiten Gewinnern, die im Juni nach Innsbruck in die Firmenzentrale von MED-EL fahren dürfen und dort auf waschechte Erfinder, wie Geoffrey Ball treffen: „Man ist nie zu jung zum Erfinden. Das weiß ich aus eigener Erfinder-Erfahrung. Die Ideen der Kinder zeugen nicht nur von einer regen Fantasie, sondern von einem echten Problembewusstsein für die praktischen und alltäglichen Dinge des Lebens, mit denen Schwerhörige oder Gehörlose oft konfrontiert sind. Ich freue mich, wenn ich die jungen Erfinder bald persönlich begrüßen kann“, so der Erfinder des aktiven Mittelohrimplantats VIBRANT SOUNDBRIDGE, beeindruckt.
Von Solar-Haarreif bis Vorlese-Funktion
Neben der Erfindung von Sophie und Eva-Maria fanden sich jedoch auch eine Vielzahl von weiteren cleveren Lösungen, wie der Alltag von Menschen mit Hörverlust erleichtert werden könnte, unter den Einsendungen aus Deutschland. Einige dieser Ideen stammten sogar von Kindern, die selbst unter Hörverlust leiden und ein Cochlea-Implantat von MED-EL nutzen, so zum Beispiel die Weiterentwicklung von Insha Mohammad. Der Clou ihrer Erfindung: Die Audioprozessoren sitzt nicht mehr hinter dem Ohr, sondern sind an einer Art Headset befestigt. Dieser sieht als stylisher Haarreif nicht nur richtig gut aus, sondern ist gleichzeitig mit Solarpannels ausgestattet, welche die Audioprozessoren mit Energie versorgen. „So ist kein Batteriewechsel mehr nötig“, fasst die 10-jährige Wiesbadenerin stolz zusammen. Zusätzlich hat Insha eine Basisstation konzipiert, auf der ihr Headset-Haarreif nachts aufgeladen und entlüftet werden kann. Auch Laurin aus Düsseldorf entwickelte seine Cochlea-Implantate weiter und stattet seinen Audioprozessor mit einer Vorlesefunktion aus. In einem Video erklären der Sechsjährige und seine Mama die Idee: „Wenn man mit dem Audioprozessor über die Buchstaben in einem Buch fährt, dann liest dieses den Text automatisch vor.“
Die Qual der Wahl
„Wir sind begeistert von der Qualität der Einsendungen und den tollen Ideen unserer zukünftigen Erfinder“, freut sich Gregor Dittrich. „Unter den vielen Erfindungen fiel es uns wirklich sehr schwer, die besten auszuwählen. Wir freuen uns sehr, dass Ideas4ears auch im zweiten Jahr auf so viel Resonanz gestoßen ist. Denn Hörverlust hat nicht nur massive Auswirkungen auf die Kommunikation, sondern auch auf die Gesundheit, Unabhängigkeit, das Wohlbefinden und das tägliche Leben Betroffener. Es ist wichtig, dass wir über die Auswirkungen von Hörverlust sprechen, über Behandlungsmöglichkeiten aufklären und natürlich auch darüber nachdenken, wie das Leben von Schwerhörigen zukünftig noch weiter verbessert werden kann. In diesem Sinne, danken wir allen Erfindern für die Einreichung ihrer Ideen und gratulieren den Gewinnern ganz herzlich!“ Alle Gewinnerideen werden unter www.ideas4ears.org vorgestellt.

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